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Ausgabe 01/2017

Ausgabe 01/2017 der Zeitschrift „Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatische Medizin"

Hier lesen Sie die Ankündigung der Schriftleiterin Frau Prof. Mechthild Neises zur neuen Ausgabe der „Ärztlichen Psychotherapie“. Schwerpunkt-Thema dieser Ausgabe ist die die Kopf-Hals-Psychosomatik. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.

Ihre DGPM

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Schwerpunkt Thema: Kopf-Hals-Psychosomatik

Wir freuen uns mit diesem besonderen Schwerpunkt zum Thema Kopf-Hals-Psychosomatik in das neue Jahr starten zu können. Die Gastschriftleiter, Frau Dr. Gabriele Emmerich, Darmstadt und Astrid Marek, Bochum heben in Ihrem Editorial die Besonderheit des Themas hervor. So beherbergt die anatomisch-funktionelle Einheit Kopf-Hals fünf bedeutende Sinnesorgane und ist damit unmittelbar an Orientierung, Wahrnehmung der Umwelt und Kommunikation beteiligt. Anatomisch sind die Organstrukturen darüber hinaus Basis für unsere Nahrungsaufnahme und Atmung, damit sichern die intakten Kopf-Hals-Strukturen unser Überleben.

Ein entsprechendes Spektrum zeigen die vorgelegten Beiträge, so der Beitrag von Anne Wolowski zu den psychosomatischen Aspekten im Fachgebiet der Zahnheilkunde. Dieser Beitrag zeigt die Bedeutung psychosozialer Aspekte in zahnmedizinischen Erklärungsmodellen, beispielhaft ausgeführt wird Schmerz als Ausdruck einer somatoformen Störung sowie im Kontext zahnheilkundlicher Krankheitsbilder, die Bedeutung von Essstörungen mit bulimischer Komponente in der Zahnheilkunde, sowie die Zahnbehandlungsangst und auch die psychosozialen Folgen einer orofazialen Krebserkrankung.

In den weiteren Beiträgen geht es u. a. um den besonderen Stellenwert von Angst und Angststörungen im Kontext augenheilkundlicher Erkrankungen, die in der Konsequenz auch zu Erblindung führen können. Die Folgen von Läsionen der Sinnessysteme werden eindrucksvoll dargestellt von Astrid Marek. Diese Läsionen gehen häufig mit Funktionsausfällen einher, können in der Folge aber auch mit sogenannten „positiven spontanen Phänomenen“ verbunden sein. Oft muss bei Patienten diese besondere Form der Wahrnehmung aktiv und gezielt erfragt werden, da diese visuellen und akustischen Phänomene oft nicht spontan berichtet werden und auch differentialdiagnostisch in Tinnitus-Erkrankungen einzuordnen sind. Das besondere „Charles-Bonnet-Syndrom“ wird von K.-H. Emmerich vorgestellt. Damit werden optische Halluzinationen bei hochgradiger Sehschärfenherabsetzung bezeichnet. Diese Patienten brauchen bei der für sie bedrängenden Wahrnehmung eine psychosomatische Betreuung mit oft hohem Gesprächsbedarf. Last not least geht es für alle Behandelnden in diesem Bereich um spezifische kommunikative Kompetenzen sowohl bezüglich der anamnestischen Erhebung und der differentialdiagnostischen Einordnung wie auch in der Begleitung im Rahmen der Psychosomatischen Grundversorgung. Diese Anforderungen werden sowohl für die augenärztliche als auch für die HNO-heilkundliche Praxis vorgestellt.

Außerdem finden Sie Informationen zu aktuellen Entwicklungen der Fachgesellschaften DGPM und VPK.

Zusammen mit allen Autorinnen und Autoren wünscht Ihnen die gesamte Schriftleitung Freude und Erkenntnisgewinn beim Lesen des Heftes.

M. Neises