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Ausgabe 03/2020

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Ausgabe 03/2020 der Zeitschrift „Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatische Medizin"

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Anmoderation M. Neises Heft 3/2020 zum Schwerpunkt „Innovative Kurztherapien“
Schriftleiter: Giovanni A. Fava, Volker Köllner, Wulf Bertram

Die Schriftleiter stellen mit diesem Heft eine Auswahl neuer Therapiemethoden vor, die sich mit großem Gewinn in die ärztliche Psychotherapie integrieren lassen. Dabei ist der Beitrag von Giovanni Fava Ausgangspunkt und theoretische Fundierung. Das Konzept der Euthymie wird mit einem Zitat von Demokrit (460—371 v.Chr.) eingeführt: „Kein Ding entsteht planlos, sondern alles aus Sinn und Notwendigkeit“. Der griechische Ursprung des Begriffs Euthymie bedeutet „gute Stimmung“. Fava beschreibt „Euthymie“ als das Ziel, der von ihm entwickelten „Well-Being-Therapie“. Für die Psychotherapie leiten die Schriftleiter in ihrem Editorial als Richtschnur des Befindens daraus ab: „die gelassene Homöostase zwischen positiven und negativen Stimmungen zu erreichen und deren Schwankungen als sinnhafte und notwendige Zustände eines gelebten Lebens zu begreifen, sie ebenso zu genießen wie zu ertragen, wenn es an der Zeit ist.“

Die Beiträge im Einzelnen setzen die folgenden Schwerpunkte:

  • Der erste Beitrag ist von Giovanni A. Fava und Jenny Guidi: „Das Streben nach Euthymie“. Die Autoren führen in ihrem Beitrag eine transdiagnostische Strategie ein, die in einen individualisierten Behandlungsplan integriert werden kann. Anzumerken ist, dass mit dieser Publikation die Übersetzung des Beitrags aus der Internationalen Zeitschrift World Psychiatry (impact faktor 34) vorliegt
  • Daneben stellt Eva-Lotta Brakemeier in ihrem Beitrag die praktischen Anwendungsmöglichkeiten vor: „Die Well-Being Therapie. Eine Kurzzeit–Therapie zur psychischen Stabilisierung – auch in Zeiten der Corona-Pandemie“. Damit werden zudem methodenübergreifende Anwendungsmöglichkeiten dargestellt.
  • Sarah Schroth und Volker Köllner zeigen mit ihrem Beitrag „Akzeptanz und Commitment Therapie (ACT) bei körperlichen Erkrankungen“ Bezüge zum Konzept der Euthymie. Vom Setzen positiver Lebensziele profitieren besonders Patienten mit körperlichen Erkrankungen.
  • Matthias A. Reinhard und Frank Padberg stellen mit ihrem Beitrag ein evaluiertes Verfahren zur Behandlung der chronischen Depression vor: „Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) bei Persistierender Depressiver Störung. Therapieform, Wirksamkeit und Modell einer beziehungsfokussierten Psychotherapie“.
  • Mit dem Beitrag von Philipp Herzog „Verfahrensübergreifende Anwendung von Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy (IRRT) in der psychodynamischen Psychotherapie. Praktische Erfahrungen und theoretische Überlegungen“ wird ein weiteres Beispiel für die schulenübergreifende Integration therapeutischer Methoden vorgestellt.

In der neuen Leitlinien-Rubrik bespricht Volker Köllner die Neufassung der S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung.

Den Abschluss bilden die ausführlichen Mitteilungen aus den Fachgesellschaften: DGPM, VPK und BPM. Darüber hinaus schließt das Heft mit einem Kongressbericht, einer Buchbesprechung und dem Ausblick auf das Heft 4/2020 zum Schwerpunkt „Schuld und Scham“.

Die Schriftleitung zusammen mit den Autorinnen und Autoren wünscht allen Leser*Innen eine erkenntnisreiche Lektüre, viele Impulse für ihre Behandlungen und einen erholsamen Sommer.

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AEP 03/2020
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