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Veranstaltungen

19. – 23. März 2022 | „Abschied und Aufbruch – Herausforderung in Zeiten des Wandels"

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 37. WAP-Kongress

Sehr geehrte Kongressbesucherinnen und -besucher,
liebe Kolleginnen und Kollegen!

„Abschied und Aufbruch – Herausforderung in Zeiten des Wandels“

Mit diesem Kongressthema möchten wir Sie herzlich zum 37. Kongress des Wildunger Arbeitskreises für Psychotherapie e.V. (WAP) einladen.

Seit März 2020 stellt die Coronapandemie für viele Menschen eine individuelle, wie auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. Viele lang geplante Veranstaltungen mussten oder müssen aus Infektionsschutzgründen abgesagt werden – so auch die WAP-Tagungen in 2020 und 2021 – der Kultur- und Gastronomiebetrieb war lange Zeit gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Mittlerweile sind gut 75 % der Bevölkerung 2x geimpft und es besteht die Hoffnung, dass kein weiterer Lockdown notwendig wird und wir vorsichtig wieder zu mehr Freiheit und Normalität zurückkehren können.

Doch können wir angesichts der noch nicht gebannten Pandemie, der Klimakatastrophe mit ihren Folgen und der zahlreichen Kriege in der Welt zu unserer „alten“ Normalität und Leichtigkeit zurückkehren? Oder ist es nicht an der Zeit für „Abschied und Aufbruch“. Abschied von der Vorstellung, dass die moderne Medizin die meisten Erkrankungen „beherrschen“ kann, dass wir gedankenlos Ressourcen der Erde verbrauchen können ohne, dass das Folgen hätte und auch Abschied von der Vorstellung, dass wir unser westliches Verständnis von Freiheit und Demokratie in andere Länder exportieren können – notfalls mit Gewalt.

Der Aufbruch könnte bedeuten, mehr Verantwortung für die eigene körperliche und seelische Gesundheit zu übernehmen, unser Handeln mehr auf Nachhaltigkeit und deutlich reduzierten Energieverbrauch auszurichten und die Unterschiedlichkeit von Traditionen und Weltsicht anderer Völker zu respektieren. Aufbruch kann auch heißen, dass wir gesamtgesellschaftlich Verantwortung für die Lebenswelt der zukünftigen Generationen übernehmen. Das kann bedeuten, dass wir uns von der Idee des ewigen Wachstums verabschieden und Einschränkungen zugunsten Schwächerer in unserer und anderen Gesellschaften akzeptieren lernen müssen.

Und was bedeuten diese Überlegungen für unseren Alltag als Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bzw. als Pädagoginnen und Pädagogen? Folgt gesellschaftlichen Veränderungen auch die Veränderung unseres Berufsbildes? Vielleicht finden sich im Verlauf des Kongresses Antworten auf diese und viele andere Fragen.

Wir freuen uns wieder auf einen interessanten Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis und auf anregende Diskussionen.

Dr. med. Gabriele Fröhlich-Gildhoff
1. Vorsitzende WAP e.V

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