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Top-Nachricht

Ausgabe 03/2017

Ausgabe 03/2017 der Zeitschrift „Ärztliche Psychotherapie und Psychosomatische Medizin"

Sehr geehrte Damen und Herren, hier sehen Sie die Ankündigung von Frau Prof. Mechthild Neises zur Ausgabe 3/2017 der „Ärztlichen Psychotherapie“. Lesen Sie unter anderem „Therapiemanuale“ von Gastschriftleiter Prof. Claas Lahmann, Freiburg. Wir wünschen Ihnen eine gute Sommer-Lektüre.

Ihre DGPM

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Themenschwerpunkt: Therapiemanuale

Gastschriftleitung: Prof. Dr. med. Claas Lahmann, Freiburg
M. Neises

Herr Lahmann beginnt sein Editorial zum Heft (s.o.) mit Zitaten, die sicher vielen Kolleginnen und Kollegen aus der Seele sprechen, um nur eines aufzuführen „TFP – CBASP – DBT – MBCT - ST – (und weitere) Was soll denn das alles heißen? 20 Manuale für 10 Krankheiten, das bringt doch nichts...“ Und weiter argumentiert er einschränkend: „sehr feingradig strukturierte Behandlungsmanuale ... lassen meist wenig Raum für eine adaptive Gestaltung des therapeutischen Prozesses...“

Letztlich bietet aber die Manualisierung psychotherapeutischer Behandlungen zahlreiche Vorteile, davon möchte Sie das vorliegende Heft überzeugen:

So beschreibt die Übertragungsfokussierte Psychodynamische Psychotherapie (TFP, die auf Kernberg zurückgeht) eine manualisierte Psychotherapie zur Behandlung ausgeprägter Persönlichkeitsstörungen.

Ein Übersichtsbeitrag zur dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) gibt grundlegende theoretische Überlegungen und Vorgehensweisen, die unterschiedlichen Therapiebausteine sowie ein integratives Vorgehen im stationären Setting und hier insbesondere in der Einzeltherapie werden vorgestellt.

Das Konzept Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) ist der bisher einzige störungsspezifische Therapieansatz, der schulenübergreifend spezifisch für Patienten mit chronischer Depression konzipiert wurde. Die chronische Depression ist eine besonders schwerwiegende Form einer affektiven Störung, die häufig bereits im Kindesalter beginnt und mit frühen traumatisierenden Beziehungserfahrungen einhergeht. Das Krankheitsbild stellt durch verschiedene psychopathologische Besonderheiten und eine hohe Therapieresistenz spezifische Herausforderungen an die therapeutische Arbeit.

Die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT) wurde speziell für die Rückfallprävention bei rezidivierender depressiver Störung entwickelt. Der vorliegende Beitrag geht u.a. auf den historischen und theoretischen Hintergrund der MBCT ein.

Ein weiterer Beitrag geht auf die Frage ein „Können somatische Erkrankungen einen symbolischen Ausdrucksgehalt besitzen?“ Schließlich geht es um eine historische Perspektive, um die Anfänge einer Psychotherapie im 18. Jahrhundert, den Mesmerismus.

Wie immer folgen Informationen zu aktuellen Entwicklungen der Fachgesellschaften DGPM und VPK.

Sind Sie neugierig geworden? Zusammen mit allen Autorinnen und Autoren wünscht Ihnen die gesamte Schriftleitung Freude beim Lesen des Heftes und einen erholsamen Sommer. Vielleicht nehmen Sie sich die Zeit für einen Leserbrief – wir wären neugierig darauf.