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18. Jahrestagung Metapsychologie und Technik der IS-TDP nach Davanloo

Die Suche nach dem Widerstand - Der Weg zum Unbewussten
Bundesverband
19.06.2026 21.06.2026
Veranstaltungsort Haus Klara
Kloster Oberzell 2
97299 Zell am Main
Veranstalter Institut der Deutschen Gesellschaft für Intensive Psychodynamische Kurzzeittherapie nach Davanloo

Die Suche nach dem Widerstand — Der Weg zum Unbewussten
Widerstand verschließt den Zugang zum Unbewussten. Bei Patienten, die in den ersten Lebensjahren ein gesundes unbewusstes Abwehrsystem entwickeln konnten, gelingt der Eintritt ins Unbewusste relativ leicht.

Bei den transgenerationalen und intragenerationalen Übertragungsneurosen wacht maligner Widerstand über das Unbewusste, von Davanloo „maligner Überich-Widerstand“ bezeichnet. Er heißt maligne, weil er die Beziehung zum Selbst und zu anderen Menschen stört. Maligner Widerstand ist das Werk der projektiven Angst.

Auf ihrem Weg zum dynamischen Unbewussten begegnen Patient und Therapeut diesem malignen Widerstand. Viele Barrikaden müssen aus dem Weg geräumt werden. Bei dieser mühsamen Arbeit sind emotionale Nähe und Übertragung die notwendigen Werkzeuge.

Es hängt vom Zustand des unbewussten Abwehrsystems des Patienten und des Therapeuten ab, wie rasch oder wie zäh der Eintritt in das dynamische Unbewusste gelingt, wie lange maligner Widerstand aufrechterhalten werden kann, wie lange der Patient sich unbewusst „Steine in den Weg legt“. Anfangs ist der Therapeut derjenige, der die Barrikaden aufspürt.

Bei einer erfolgreichen Therapie mit Davanloos Techniken lernt der Patient zunehmend, die Barrikaden selbst zu erkennen und aus dem Weg zu räumen. Er begreift den Unterschied zwischen malignem Widerstand und der Übertragungskomponente des Widerstandes (Transference Component of the Resistance, kurz TCR).

Die TCR sind die unter Angstfreiheit geordnet, kontrolliert und bewusst am Gegenüber erlebten Gefühle. Sie ist Ausdruck psychischer Widerstandskraft.

Wenn nun ein Patient sein eigener Meister in der „Suche nach Widerstand“ geworden ist, kann er diesen wesentlich früher als der Therapeut erkennen. Dann dominiert nicht mehr die projektive Angst sein Unbewusstes, sondern er selbst ist der Regent über sein Unbewusstes geworden und er räumt sein Unbewusstes autonom auf.